Rezensionen
Hinterlasse einen Kommentar

Ernst Jünger, Auf den Marmorklippen

„Wir sind in einer Zeit geboren und müssen tapfer den Weg zu Ende gehen, der uns bestimmt ist. Es gibt keinen anderen. Auf dem verlorenen Posten ausharren ohne Hoffnung, ohne Rettung, ist Pflicht. Ausharren wie jener römische Soldat, dessen Gebeine man vor seinem Tor in Pompeji gefunden hat, der starb, weil man beim Ausbruch des Vesuvs vergessen hatte, ihn abzulösen.“ – Oswald Spengler

Amor fati. Das (unerbittliche) Schicksal zu lieben, das über den Einzelnen hinweg geht und seinen eigenen Sinn erfüllt. Diese Grundstruktur geschichtsphilosophischen Denkens ist vielleicht einer der Schlüssel, um die Werke Ernst Jüngers richtig einordnen zu können.

Der Einzelne, der nicht die Möglichkeit hat, das Schicksal zu wenden und dennoch in diesem leben muss, der zwar beobachten, aber nicht verhindern kann, dies alles sind Grundmotive in Jüngers „Auf den Marmorklippen“

Die inhärente Gewalttätigkeit dieses Vorgangs, des Nicht-Aufhaltens der Geschichte, kippt schließlich in reale, manifeste Gewalt und letztendlich in die Revolution.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s