Allgemein, Kurzrezensionen
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Alois Prinz, „Beruf Philosophin oder Die Liebe zur Welt“ Die Lebensgeschichte der Hannah Arendt

Hannah Arendt hat politisches Denken und Handeln miteinander verbunden. Denn sie wusste genau, dass Philosophie und Politik zwei Bereiche sind, die sich diametral gegenüberstehen stehen. Im bekannten Interview mit Günter Gaus sagte sie einmal: „Ich fühle mich keineswegs als Philosophin.“ Alois Prinz bietet mit seiner kleinen Biografie eine gute Einstiegslektüre, die es gerade neuen Lesern von Arendt ermöglicht, die Lebensgeschichte der Denkerin zu verstehen, die unmittelbar mit ihrem Werk verbunden ist. Als deutsche Jüdin musste sie schon früh ins Exil und fand ihre neue Wohnstätte schließlich in Amerika. Umstände, die sie zeitlebens mit Entschiedenheit auf gesellschaftspolitische Ereignisse reagieren ließen. Die enge Verbindung zu Persönlichkeiten wie Heidegger, Jaspers und Benjamin, werden gleichermaßen von Prinz beleuchtet, stellten sie nicht nur eine wichtige Verbindung zu ihrer Heimat dar, sondern prägten auch ihr gesamtes Denken. Ein „Denken ohne Geländer“, wie es ihr immer wichtig war, ermöglicht auch die Lektüre von Prinz, denn sie bietet eine passende Einführung, die anregt weiterzudenken und Arendts Werke zur Hand zu nehmen.

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