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Auf Hetzjagd durch die Psyche – Juli Zeh: Neujahr

screenshot_2019-01-07 ronja literaturblog ( ronja waldgaenger) • instagram-fotos und -videos(3)

Nach ihren letzten zwei erfolgreichen Gesellschaftsromanen, legte Juli Zeh im letzten Jahr mit „Neujahr“ einen Familienroman vor, der es nicht versäumen durfte, gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen und komplexe politische Statements zu diskutieren. Mit ihrem geschaffenen Narrativ des überforderten Familienvaters, der sich an der Gleichberechtigung so lange aufreibt, bis ihm die ganze Tragweite seines Lebens bewusst wird, versucht Juli Zeh in einem neuen Format gesellschaftliche Fragen zu beleuchten. Doch kommt dieser Roman zu offensichtlich daher und kann der Komplexität der aufgeworfenen Fragen nicht gerecht werden. Wie schon zuvor, schafft Juli Zeh es aber mit literarischer Leichtigkeit ein beklemmendes Gefühl der eigenen Verantwortung hervorzurufen, aus der man sich kaum befreien kann. Am Ende erscheint einem das Panorama aus Psychologie, verdrängter Erinnerung, Trauma, Verantwortung, Gleichberechtigung und Überforderung doch zu aufgesetzt, um wirklichkeitsnah zu bleiben

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