Der jahrzehntelange Briefwechsel zwischen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre

Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre zwischen Philosophie und Banalität –

Es ist der Blick hinter die großen Philosophen des Existentialismus. Die Veröffentlichung der Briefe Simone de Beauvoirs an Jean-Paul Sartre und Sartres Briefe an de Beauvoir sollten ein Skandal werden. Nicht nur die Regelmäßigkeit der Briefe überrascht, mehr erscheint Simone de Beauvoir in einem neuen Licht – abseits der entstandenen Idealisierungen. Die pedantische Entschlüsselung ihres banalen Alltaglebens, zwischen Cafes, Hotelzimmern und Einkäufen, brachte, neben den Liebesbeteuerrungen zu Sartre, der Frontfrau des Feminismus, keinen erneuten Ruhm ein. Gedanken zur Philosophie und zum Krieg sucht man bis zur letzten Seite. Doch all dies brachte wohl noch keinen Skandal zu Tage. Es war vielmehr die Lüftung der Geheimnisse, die sich um den „Mythos Sartre und de Beauvoir“ gelegt haben, – Die Schattenseiten des bekannten Paktes, die Verletzungen der Nebenpersonen und die Bisexualität, um die Simone de Beauvoir Zeit ihres Lebens ein Geheimnis gemacht hat.
Doch sind diese Briefe keineswegs enttäuschend. Sie legen nur das entstandene Klischee um die Philosophen beiseite und ermöglichen einen Blick auf ein Leben, das abseits der Konventionen geführt wurde und doch konventionell sein musste.
@rowohltverlag

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